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Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
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jowi Offline
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Beitrag #16
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo Holger dein beitrag ist spitze habt ihr auch darüber nachgedacht das der filter beim trac hinter der förderpumpe sitzt. ich habe mich gefragt ob der filter WK 1136 druckfest ist? gruss joe

-> Hier sind meine MBtrac <-
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.05.2011 23:36 von Hartmut.)
22.05.2011 23:24
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Cliffde Offline
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Beitrag #17
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Es gibt normale Menschen, Liebhaber, Eingefleischte, Freaks, Verrückte und den Holger... (sprachlos)...
Mit seinem Wissen und seinen Möglichkeiten ist Holger DER Mann für solche Recherchen!

der beeindruckte Cliff
Der WK 1136 ist druckfest bis 1,8 bar (180 kPa) siehe Datenblatt. Wie hoch liegt der Systemdruck? Da müßte ja irgendwo ein DBV sein, vermutlich bei/in der ESP.

Trac - warum mehr wollen? Da war doch was mit dem Sinn des Lebens???Big Grin
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.05.2011 08:04 von Cliffde.)
23.05.2011 08:01
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holgi63 Offline
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Beitrag #18
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo Cliff, hallo Joe,

danke für Euren Hinweis! Das scheint auf den ersten Blick grenzwertig, aber nur auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen sind wir bei MBtrac und Unimog im grünen Bereich.

Der sogenannte "operating pressure for automotive application" des WK1136 beträgt gemäß Zeichnung 1,8bar.

Die Förderpumpe des MBtrac hat einen maximalen Arbeitsdruck von ca. 2,5bar, der aber nur erreicht wird, wenn Nullförderung der ESP und Höchstdrehzahl zusammen fallen (Schiebebetrieb). Im normalen Betrieb dürfte der Druck meist etwa um diese 1,8bar liegen.

Das klingt erst mal gefährlich, ist es aber nicht, denn der Prüfdruck des WK1136 beträgt 3 bar, der Berstdruck sogar 6 bar. Diese beiden Werte muss der Hersteller mit einer zusätzlichen Sicherheit, die über die 6bar hinausgeht, garantieren!

[Bild: attachment.php?aid=11999]

Im ungünstigsten Fall, das ist aber nur dann, wenn an der Förderpumpe was kaputt ist, also bspw. was verstopft, schafft sie einen "Kampfdruck" von etwa 4bar, dann endet die Kraft der Feder.
Die Pumpe wird von einer Feder betätigt, die über die Nockenwelle vorgespannt wird. Über die Kraft der Feder kann der Pumpendruck also niemals ansteigen. Zudem ist das ein "sanfter" Druck, es gibt also keine heftigen Druckspitzen, die irgendwo abgefangen werden müssten.

Es sollte also nix passieren.

FG
Holger


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1.) Ein MBtrac ist zwar nicht alles, aber ohne MBtrac ist alles nichts!
woraus folgt:
2.) Ein Leben ohne MBtrac ist möglich - aber sinnlos...
doch zum Glück für die vielen Nicht MBtrac Besitzer:
3.) Nur wer einen MBtrac besitzt, weiß, was allen anderen fehlt...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.05.2011 22:15 von holgi63.)
23.05.2011 09:14
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pionier-mkf Offline
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Beitrag #19
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo Holger,
auch von mir ein großes DANKE für Deine Ausarbeitung!

Zu dem Filter(mit dem Ventil)
Ich habe diesen Filter in meinem T4 Synchro (2,5l TDI ACV).
Habe letzten Winter auch bei der Dauerkälte die Reste vom Sommerdiesel aus der Hoftankstelle mit dem Bulli verfahren - ohne Probleme.
(Nein der wohnt nicht in einer Garage!)
Aus der Erinnerung wird das Ventil durch eine Bi-Metall Feder gesteuert.
ABER ich glaube zu wissen, daß der Filter nur durch einen Wendel am Ventil beheizt wird.
Also keine direkte Verbindung von Rücklauf und Filter.
Werde heute Abend mal einen Blick in´s WHB werfen!
Gibt es schon eine passende Halterung???

Macht weiter so!!!

Gruß
Christian

P.S.Als Ergebnis des "Düsen Zeitaköl-Beitrags" bekommen seit heute Morgen bei mir alle ALLE Dieselmotoren 1:250 - auch für diese Ausarbeitung DANKE!
23.05.2011 14:00
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alex800 Offline
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Beitrag #20
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo Leute,

wegen der Halterung für den Filter: Ich würde Rohrschellen aus der Installationstechnik nehmen. Die gibt es auch für solche großen Durchmesser, direkt mit Gummi als Scheuerschutz. Installateure benutzen sie z. B. zur Montage von Abwasserrohren aus Guss (Diese roten Rohre, die man meist im Kellergeschoß gewerblich genutzter Gebäude an Decken und Wänden sieht).

@ Holger: Ich werde noch sehen, ob ich das Ventil benutze oder einen Stopfen drehe. Zuerst käme der IHC an die Reihe - der hats im Winter schwerer als die Tracs. Allerdings sollte er die Rezirkulation über die originalen Filter tun. Diese sollen als Vorfilter erhalten werden.

Grüße

Alex
23.05.2011 21:02
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holgi63 Offline
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Beitrag #21
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Beitrag vom 23.5.2011

Hallo Alex,

die gummierten Rohrschellen sind eine gute Idee! Gibt es ja in zig Größen! Sollte doch was passendes dabei sein...

[Bild: 10974.jpg]

Der selbstgedrehte Stopfen mit O-Ring ist ebenfalls eine dauerhaft dichte Lösung.
Wer die Möglichkeit dazu hat, kann das gerne so machen.

Auch die Originalfilter erst mal (als Vorfilter) zu belassen, ist sehr sinnvoll und von Anfang an auch meine Intension gewesen und wenn über diese bereits Rezirkulation installiert ist, kannst Du die 3. Öffnung am WK1136 auch dicht machen.

Die Möglichkeit jedoch, im Winter zusätzliche Wärmeenergie in die Filter zu bekommen, möchte ich nicht ganz aufgeben. Das macht Sinn!

Morgen hole ich mein Ventil ab. Mal sehen, was sich daraus machen lässt.
André hat mich dazu ebenfalls schon kontaktiert, er hat sich das Teil auch mal angesehen...

Bis dann!

LG
Holger


EDIT (update) vom 25.05.2011, 17:47:

Hallo Leuts,

das Ventil ist da!


Foto erst mal aus dem www, eigene kommen später:

[Bild: attachment.php?aid=12037]
[Bild: attachment.php?aid=12038]
[Bild: attachment.php?aid=12039]

Die VAG-Bestellnummer des Ventils lautet 057127247,
die Befestigung dafür, ein Federstecker, hat die Nummer 059127250A.

Das Ventil hat ebenfalls 2 Schlauchanschlüsse und einen über eine Feder abgesperrten Zugang zum Filter.
Die beiden Schlauchanschlüsse sind mit einem Richtungspfeil markiert und haben permanent Durchlass. Zieht man am Zugang Richtung Filter saugend Luft, kommt mit einigem Widerstand etwas durch. (In Gegenrichtung, also aus dem Zugang zum Filter heraus Richtung der beiden Schlauchanschlüsse fließt nichts, da ist völlige Sperrrichtung).

Im Moment liegt das Ventil in der Gefriertruhe, weil ich wissen möchte, ob dieser Widerstand bei -25°C der gleiche ist.
Es ist zwar nur eine Feder, aber diese könnte aus Bimetall sein und darauf hoffe ich jetzt.

Die Verwendung als "Blindstopfen" müsste allein durch Aufstecken schon gegeben sein, sicherheitshalber muss ein kurzes Schlauchstück als "Kurzschluss" auf die beiden Enden der Schlauchanschlüsse gelegt werden.

Weitere Info, sobald das Ventil durchgefroren ist...

edit 21:54
So, das Ventil ist aus der Kältekammer zurück. An der Funktion des Ventils hat sich leider nichts geändert. Es ist tatsächlich nur ein Rückschlagventil. Eine Veränderung der Federrate durch tiefere Temperatur fand (leider) nicht statt. (Wäre ja auch zu einfach gewesen und sinnvoll obendrein...)
Vorteil: Aufstecken und das 3. Loch des WK1136 ist verschlossen
Nachteil: Wenn wir dieses 3. Loch als Zugang für vorgewärmten Diesel verwenden wollen, müssen wir was Eigenes machen und im Rücklauf ein 2. Ventil einsetzen.
Ein passendes solches werde ich heraussuchen und in einem separaten Beitrag einschließlich Schaltplänen vorschlagen. Das Thema Vorwärmung ist also nicht erledigt, sondern nur verschoben.

Leider gibt es auch in einem weiteren Teilaspekt keinen Fortschritt: MANN+HUMMEL möchte keine Vergleichsliste der beiden ISO-Normen publizieren. Man(n) mauert also, wenn es um das Herausrücken von Vergleichsdaten geht. Aus vertriebstechnischen Gründen verständlich, schließlich will Man(n) ja seine eigenen Filter an den Mann bringen...
...erwarte aber dazu noch was von MAHLE. Mal sehen, ob von dort was kommt.

Gegenwärtiger Status ist aber schon mal:
Der InLine-Filter WK 1136 von MANN+HUMMEL (Vergleichstype MAHLE KL 447) kann zusammen mit dem VAG-Ventil Nummer 057127247 eingesetzt werden!

[Bild: attachment.php?aid=12040]

Sowohl Durchflussmenge, als auch Filtergüte reichen aus bis zum Einsatz in Motoren um 300PS Leistung.
Achtung!
Im Zweifelsfall bei Fremdfabrikaten ist die Pumpenleistung der Vorförderpumpe, sowie deren Maximaldruck(!!) des nachzurüstenden Motors beim Hersteller zu ermitteln! Die Fördermenge sollte 250l/h nicht wesentlich überschreiten, der Druck der Förderpumpe im ungünstigsten (Störungs-)Fall 4 bar nicht erreichen, im Normalbetrieb aber unter 3 bar bleiben.

Vorfiltration erfolgt über die vorhandenen Filter, Befestigung des WK1136 über eine gummierte Rohrschelle, wer will, kann sich auch erkundigen, was das Originalbefestigungsgeschirr von VAG kostet, das sich sicher anpassen und verwenden lässt (kann ich auch noch machen).

Damit ist ein erster Weg zum Erreichen eines aktuellen Standes der Technik erreicht und von der Theorie und im Konzept quasi abgeschlossen.
Jetzt geht es in die Praxis:
Mein erster "Prototyp" heißt - aus aktuellen Gründen - Perkins A4.248 mit CAV-Verteilereinspritzpumpe (Mähdrescher). Nach der Saison kann man schon was genaueres sagen!

Wäre schön, wenn auch von Euch erste Praxisberichte hier nach und nach eintrudeln!


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Die 3 MBtrac-Grundsätze:
1.) Ein MBtrac ist zwar nicht alles, aber ohne MBtrac ist alles nichts!
woraus folgt:
2.) Ein Leben ohne MBtrac ist möglich - aber sinnlos...
doch zum Glück für die vielen Nicht MBtrac Besitzer:
3.) Nur wer einen MBtrac besitzt, weiß, was allen anderen fehlt...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.05.2011 13:15 von holgi63.)
25.05.2011 17:47
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alex800 Offline
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Beitrag #22
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Holger,

im "Passat-Bastelbuch" steht geschrieben, daß das Ventil den Durchgang zum Filter unterhalb +15°C öffnet und oberhalb +31°C verschließt. Kannst du das bitte überprüfen? Es spricht ja auch nichts dagegen, daß das Ventil zusätzlich die Funktion "Rückschlagventil" besitzt, oder?
Ich bin gespannt, was du uns berichtest...

Beste Grüße

Alex
29.05.2011 11:45
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holgi63 Offline
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Beitrag #23
E pur si muove !
Hallo an alle,

Versprechen soll man halten:
(22.05.2011 19:44)holgi63 schrieb:  ...wozu braucht man ein einfaches Rückschlagventil im Filter? Nach welchen Kriterien fließt hier etwas in den Filter zurück und und wann nicht? Wo wird stattdessen geschaltet?

...werden wir herausbekommen!!!


Hallo Alex,

danke für Deinen Hinweis, das Thema hat mich bis heute auch nicht in Ruhe gelassen, denn es blieb ja die Frage: Was soll ein einfaches Rückschlagventil an dieser Stelle für einen Nutzen haben?

Aber der Fall ist geklärt! Gestern abend schmökere ich ein wenig in einem meiner Dieselfachbücher und siehe da, auf Seite 400 ist ein Vorwämventil abgebildet und eine Schnittzeichnung gleich dazu! Dort ist im Kopf des Ventils ein Bimetallstreifen eingezeichnet.
Da sich das Buch zur Dokumentation überwiegend an Teilen von BOSCH bzw. des VAG-Konzerns orientiert, war es kein Wunder, dass die Schnittzeichnung sich genau auf "unser" Ventil bezog.

Das Ergebnis?

E pur si muove !
Und sie bewegt sich doch! (Galileo Galilei 1564-1642)


"Zum Mitschreiben":
Meine allererste Vermutung hinsichtlich der Funktionsweise des „Vorwärmventils“ war doch richtig!
Es schaltet temperaturgesteuert! Es ist ein "Vorwärmventil"!

Die temperaturgesteuerte Schaltfunktion verändert allerdings nicht, wie ich zuerst annahm, die Federrate des Rückschlagventils, sondern das Ventil besitzt zwei voneinander unabhängig arbeitende Schaltfunktionen! Das Rückschlagventil bleibt von der Temperaturschaltfunktion unberührt und unverändert.
Die Umschaltung der Fließrichtung des Kraftstoffes erfolgt durch einen separaten Bimetallstreifen im Kopf des Vorwärmventils, welcher bei ungefähr 0°C umschaltet und um +15°C wieder zurückschaltet.
Da dieser Schaltvorgang recht heftig knackend erfolgt, heißt das ganze Ventil im Sprachgebrauch der Autoschrauber sogar „Knackfrosch“.

Hier eine andere Schnittzeichnung, die ich im www gefunden habe:
[Bild: attachment.php?aid=12082]

Bei meinem ersten Kältekammerversuch (Gefriertruhe –25°C) hatte ich nur untersucht, ob das Rückschlagventil sich im Verhalten ändert, dabei hätte ich nur mal durch den Schlaucheingang blasen müssen, um festzustellen, dass der Schlauchausgang blockiert ist.

Gestern also das Ding noch mal ab in die Truhe und in der Tat, der Durchgang ist blockiert, der Kraftstoff wird dadurch gezwungen, durch das Rückschlagventil in den Filter zu fließen.
Erwärmt sich das Ventil wieder, schaltet es (mit tatsächlich hörbarem Knacken) wieder auf Durchlass.

Wer also die Funktion der Vorwärmung des Filters im Winter nutzen möchte, öffnet die von den Einspritzdüsen her kommende Rücklaufleitung und leitet diese durch das Vorwärmventil, fertig!

Damit ist auch diese noch offene Frage gelöst. Einem erfolgreichen Einbau der InLine-Variante mit zusätzlicher Filterheizung steht nun nichts mehr im Wege!

FG
Holger


Danke an alle, die hier im Thema, aber auch hinter den Kulissen (mails, PN's) mit dazu beigetragen haben, dieses Thema erfolgreich zu entwickeln!


Quellennachweis: Jürgen Kasedorf, Ernst Woisetschläger "Dieseleinspritztechnik" ISBN: 380231915x Seite 400


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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.06.2011 09:22 von holgi63.)
01.06.2011 09:14
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Bauernpower Offline
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Beitrag #24
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo zusammen,

unter den Pflanzenölfahrern ist das Bauteil als "Knackfrosch" bekannt. Bei VW-Motoren mit das erste, was aus dem Auto fliegt um sicher ohne den berüchtigten "Luftwatz" zu fahren. Da der Trac im verhältnis zum Auto größere Höhendifferenz zwischen Tank und Motor hat, können höhere Sogwerte, ähnlich wie beim Pöl im Tank auftreten. Geklemmte, gesteckte oder sonstwie befestigte Bauteile stellen dann eine offensichtliche Fehlerquelle dar. Vor allem da dieses Bauteil vor und Rücklauf miteinander verbindet und dadurch noch schneller den Diesel fallen lässt, bzw. Luft zieht.

Wer einen aktuellen Filter verbauen will, besorgt sich einen Filterkopf und montiert diesen sicher mit Hohlschrauben, neuen Kupferringen und Ringösen in allen erdenklichen Variationen. Dort können dann Filter nach belieben besorgt werden, der größte von Baldwin hat eine Filterfläche, die sollte fast ein Trac-Leben halten, allerdings passt sie nicht unter die Haube. Ich habe nun keine Lust und keine Zeit passende Filter mit Filterwerten zu suchen, gehe aber davon aus, das es hier Filter gibt, die alle Anforderungen erfüllen und passende Abscheidegrade erreichen.

wer mal mit Pöl gearbeitet hat, weiß, wie man ein absolut luftdichtes Kraftstoffsytem hinbekommt, wenn er mal im Winter gefahren ist.

Viele Grüße

Jörg

Nur MB......sonst nix..
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01.06.2011 11:20
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holgi63 Offline
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Beitrag #25
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo Jörg,

danke für Deinen Beitrag, den ich aber nicht unkommentiert lassen kann.
Konstruktive Kritik ist hier jederzeit willkommen, aber bitte dann auch wirklich konstruktiv und nicht mit "keine Lust und keine Zeit".
Meine Zeit ist nicht weniger wertvoll als Deine!

Zuerst:
Die PÖL-Geschichte ist mir nicht neu. Ich selbst besitze einen ELSBETT Umbau eines Skoda Octavia, eine eigene PÖL-Tankstelle und zusammen mit Arbeitskollegen haben wir inzwischen PÖL-Fahrleistungen und damit einhergehende Erfahrungen weit jenseits der Million Kilometer.

Zum Zweiten:
Geklemmte, gesteckte "oder sonstwie" befestigte Bauteile sind im Automobilbereich seit langem Stand der Technik und nicht grundsätzlich Fehlerquellen. Konkret der "Knackfrosch" - um bei dem Namen zu bleiben - ist bei AUDI und VW allerdings tatsächlich ins Gerede gekommen - so weit hast Du recht.
Das haben hier aber schon andere in diesem Thema beschrieben und deshalb ist die Lösung mit einem - auch konkret mit diesem WK1136 - InLine-Filter am MBtrac nicht grundsätzlich ungeeignet. Das Ding kostet ja auch nicht viel.
Zudem haben wir bis jetzt keinen Erfahrungsdefektfall mit genau dem Ventil des WK1136, das nämlich nicht das gleiche ist, wie bei den kleineren Filtern der VAG-Fahrzeuge bis 2,5l Hubraum die mir bekannten Fälle betreffen sämtlich die Ventile der kleineren Filter.
Sollte dieses Ventil aber ebenfalls von häufigen bzw. nennenswerten Defekten betroffen sein, kann man das 3. Loch am Filter immer noch sicher und dauerhaft verschließen, indem wir die beiden Rücklauföffnungen gegeneinander kurzschließen oder die Variante von Alex verbauen. Es wird aber die Zeit zeigen, ob und wie häufig das tatsächlich erforderlich sein wird.

Der InLine Filter ist definitiv eine kostengünstige, preiswerte Lösung und selbst ein im Fahrzeugleben möglicherweise 2- oder 3-mal auszutauschendes Ventil für ein paar Euro ändert daran nichts. Leider gibt es derzeit keine Inline-Patrone ohne das 3. Loch, die ausreichend Leistung für unsere Fahrzeuge besitzt. Wer möchte, kann auch 2 kleinere Patronen, die es ohne 3. Loch gibt, parallelschalten, aber auch das wurde hier bereits beschrieben.

Zum Dritten:
Dieses "Ding" verbindet NICHT den Vorlauf mit Rücklauf, deshalb ist ja das Rückschlagventil eingebaut, welches genau das verhindern soll, dass Flüssigkeit aus dem Vorlauf heraus kann. Erst wenn dieses Ventil nicht mehr dicht sein sollte, wäre gegeben, was Du schreibst, das fiele dann aber unter meinen Punkt "zum Zweiten".

Zum Vierten:
Die etwas größere Höhendifferenz zwischen Tank und Motor beim MBtrac resultiert in einem um wenige mbar höheren Differenzdruck, der bei einem intakten "Knackfrosch" bedeutungslos ist.

Zum Fünften:
Die Lösung mit Filterkopf ist - wenn Du das ganze Thema liest - ebenfalls nicht neu und schon von Anfang an mein eigentlicher Lösungsansatz gewesen, leider - und auch das ist hier beschrieben - scheitert es derzeit an der Informationsfreudigkeit der Hersteller, dass ich Stand heute eine fertige Lösung aus dem Hut zaubern kann.
Eine Lösung mit Erstabscheidegrad 45% ist bereits fertig, das genügt mir aber nicht. (Siehe dazu hier.)

Wenn Du daher Möglichkeiten hast, einen geeigneten Filter als Wechselpatrone in der Größenordnung Durchlass ca. 250l/h, Erstabscheidegüte 65%, Druckfestigkeit 6 bar für den Einsatz an Filterköpfen zu finden, wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du Deine "keine Lust und keine Zeit - Phase" mal kurz unterbrechen könntest!

Das versuche ich seit Wochen bei MANN und seit Tagen bei MAHLE ohne nennenswerten Erfolg...

FG
Holger


PS: Die Welt ist nicht nur voller Luftwätze...



...nicht mal bei den PÖLern

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.06.2011 22:12 von holgi63.)
01.06.2011 13:15
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Bauernpower Offline
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Beitrag #26
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Moin,

wir haben seinerzeit am Trac den WK 842 verbaut, als Referenz in diversen anderen Schleppern mit RESP verbaut.
Im KFZ-Bereich, mittlerweile auch bei Landtechnikherstellern wird gesteckt um zu sparen, in reperaturanweisungen steht definitiv die Erneuerung der Leitungen im Reparaturfall vorgeschrieben. DAS sollte nicht das Ziel eines Schraubers am Trac sein.
Die Verbindung zwischen Vor und Rücklauf wird nur durch einen Bimetallstreifen verhindert, wie der Dichtet, kannst Du dir an deiner eigenen Schemazeichnung anschauen.
Der WK842 ist baugleich sehr sehr günstig von Claas z.B. zu ordern, der Kopf kostet 16 € und kann ohne modifizierung am vorhandenen Gehäusehalter angeschraubt werden, zumindest in der großen BR.
Der Filter kann vor Montage gefüllt werden und man kann ihn wechseln, ohne schmutzige Finger zu bekommen, Schläuche abzuziehen, die dann neu mit Kabelbindern befestigt werden müssen etc.

Im Büro habe ich leider keine Zeit, noch mehr Datenblätter zu besorgen.

Nur MB......sonst nix..
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01.06.2011 13:51
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holgi63 Offline
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Beitrag #27
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo Jörg,

danke auch für diesen Beitrag von Dir, aber bitte sei mir nicht böse und gestatte mir einen Einwand: Seit Wochen verbrate ich für die Recherchen zu diesem Thema eine Frühstücks- bzw. Mittagspause nach der anderen, opfere Feierabende - die Korrespondenz mit den Filterherstellern würde ausgedruckt inzwischen einen Ordner füllen und Du kommst jetzt mit dem WK 842? Grundsätzlich kein schlechter Filter, aber...:

Von zwei in diesem Thema erst mal nachrangigen Vorteilen abgesehen, besitzt der WK 842 einen Erstabscheidgrad von genau den selben 20%, wie er auch in der Serienpatrone des MBtrac, der MANN P707 erreicht wird!


Da brauche ich also gar nix umrüsten und bin genau so gut (bzw. schlecht) wie der mit dem WK 842. Dafür besitzt der Serienfilter am MBtrac aber als Filtereinsatz die erheblich bessere Umweltbilanz, als die Wechselpatrone.
(Richtig, der InLine Filter ist diesbezüglich noch schlechter, aber er erreicht die geforderte Mindestabscheiderate von 65%, die Grundlage dieses gesamten Themas ist!)

Nenne mir bitte eine Wechselpatrone mit diesem Wert, sowie in der geeigneten Größe und ich (wir) wäre(n) endlich einen Schritt weiter!

edit 17:22:
Wie das so ist, wenn etwas "life" ist: Gerade bekomme ich von MANN+HUMMEL den noch ausstehenden Input für die Wechselpatronen mit ausreichendem Abscheidegrad. Es gibt sie also doch!!! Es handelt sich um die Baureihe WDK. Wechselpatronen mit Abscheidegraden von 45% bis 98,6%. Die geeigneten Größen, passende Vorfilter und Filterköpfe muss ich noch zusammensuchen.
Nach Auswertung dieser Daten folgt ein Beitrag hierzu, der dann auch den schon ganz am Anfang angesprochenen professionellen Umbau mit Filterköpfen und Wechselpatronen (wie ihn Jörg nicht ganz zu Unrecht einforderte) beinhaltet. Bitte also etwas Geduld, der Beitrag kommt umgehend!
Dann haben wir die Lösung für den kleineren Geldbeutel genau so wie für den MBtrac-Fahrer, der mit den Maschinen über mehrere hundert Stunden / Jahr noch Geld verdienen muss und dann können wir das gesamte Thema endlich abschließen.


Das hier ist falsch:
(01.06.2011 13:51)Bauernpower schrieb:  ...
Die Verbindung zwischen Vor und Rücklauf wird nur durch einen Bimetallstreifen verhindert, wie der Dichtet, kannst Du dir an deiner eigenen Schemazeichnung anschauen. ...

Die Trennung von Vor- zu Rücklauf erfolgt durch das Rückschlagventil und zwar genau aus dem Grund, das zu verhindern, was Du in Deinem ersten Beitrag angeführt hast.
Das Bimetall öffnet den Rücklauf unter 0°C zum (in Richtung Vorlauf) dem Bimetall nachgeschalteten Rückschlagventil. Die Original-Schnittzeichnung und technische Beschreibung kannst Du gern in dem von mir oben angegebenen Buch nachsehen.

Zum Thema Steckverbindungen stimme ich Dir insofern zu, dass sie auch mir nicht die sympathischsten Möglichkeiten einer Verbindung darstellen, dem steht aber objektiv die grundsätzlich hohe Einsatzsicherheit dieser Systeme im Automotive-Bereich – meist „lifetime“ des gesamten Fahrzeuges – gegenüber. Auch im MBtrac wurden die Einweg-Inline-Vorfilter werkseitig einfach in die Schlauchleitung gesteckt und das hat funktioniert ohne dass gleich massenweise die Schlepper stehengeblieben sind.

Zum von Dir genannten WK 842 ist noch anzumerken, dass er gegenüber dem P707 - so weit ich das überblicken kann - eine höhere Schmutzmenge aufnehmen kann und einen Wasserablass besitzt. Das sind durchaus Vorteile, die ich der Vollständigkeit halber nicht verschweigen möchte. Den von Dir genannten weiteren, das Handling betreffenden Vorteilen stimme ich vollumfänglich zu. Von der Größe her (200l/h) ist er ebenfalls geeignet. Aus Gründen der Standzeit bei gleichzeitig vereinfachtem Wechselprocedere ist der WK 842 also ein brauchbarer Filter, vom Abscheidegrad her nicht!

Noch einmal: Bitte sei mir nicht böse, ich möchte keinesfalls mit Dir streiten, ich schätze Deine Beiträge ansonsten auch sehr aber bevor Du zu diesem Thema weitere Beiträge hier einstellst, sollten diese etwas sorgfältiger recherchiert sein.

FG

Holger


PS: Danke für Deinen Hinweis auf den Hersteller Baldwin. Auch dieser ist seit heute in meiner Anfrageliste drin und ich warte bereits auf Antwort von diesem.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.06.2011 22:17 von holgi63.)
01.06.2011 16:52
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Chrissi-x Offline
Ist öfters hier
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Beitrag #28
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo holgi63

Habe eine OM906 Motor, der hat einen Vorfilter von Parker Typ 460 und Filter R120S
http://www.parker.com/portal/site/PARKER...0%20SERIES
hat eine Filterung von 2 MY
Hat eine Dieselvorwärmung und Wasserabscheider.
Mann+Hummel haben einen ähnlichen Filter PreLine WK1175X = Parker R120T mit 10 My Filterung.
weitere Technische Daten habe ich nicht. (Betriebsdruck, Liter/Stunde usw.)

Kannst ja mal schaun ob da was passt.
Wird zum umrüsten warscheinlich nicht günstig

MFG Christian
02.06.2011 17:32
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holgi63 Offline
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Beitrag #29
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Hallo an alle und Dir Christian vielen Dank!

es wäre so einfach gewesen...
...und es ist kaum zu glauben, aber die Freisinger waren in der Filtration damals schon weiter, als die Gaggenauer. Hätte ich nur da mal gleich geforscht:

Schaut mal, was der Schlüter Eurotrac für einen Filter besitzt:

[Bild: attachment.php?aid=12099]
...und ich behaupte mal vorsichtig, dass sich die Freisinger respektive MAN damals schon was dabei gedacht hatten! Und wenn ihr im Online-Katalog weitere "MAN"-Schlüter der letzten Baujahre abklopft, werdet Ihr weitere Modelle finden, die bereits damals diesen Filtertyp eingesetzt hatten!
Was Schlüter (MAN) damals schon recht war, kann uns heute nur "billig" sein!

Wie ich Euch gestern berichtete, habe ich nun endlich auch von MANN die Empfehlung auf die Filter der WDK Baureihe bekommen. Dieser ist vom Aufbau her wie der von Jörg (Bauernpower) vorgeschlagene WK 842 ein sogenannter Wechselfilter und wird auf einen Filterkopf aufgeschraubt.

[Bild: 457.jpg]
[Bild: attachment.php?aid=12103]


Das ist die Lösung, die ich schon zu Anfang als Profilösung erwähnt hatte.
Rein rechnerisch wäre in der großen Baureihe aufgrund der Durchflussrate ein WDK 925 der Filter der Wahl.
Der MAN D0826 LUE501 im Schlüter Eurotrac 200 kommt aber trotz höheren Hubraums und vergleichbarer Leistung zum Intercooler mit dem WDK 725 gut zurecht, weshalb ich davon ausgehe, dass wir auch im MBtrac 443 damit klar kommen sollten. Das habe ich sicherheitshalber auch noch mit weiteren Motoren dieser Größe (dieses Verbrauchs) verglichen, wo der WDK725 verbaut ist, das sollte auch passen, denn es sind noch weit größere Motoren damit ausgestattet! Der Erstabscheidegrad von 67% passt ebenfalls bestens!
Den dazu passenden Filterkopf werde ich noch heraussuchen und hier bekannt geben. Das möchte ich sicherheitshalber in Abstimmung mit meinem Händler des Vertrauens auswählen, damit wir hier nicht über den Tisch gezogen werden.

[Bild: attachment.php?aid=12100]

Als Vorfilter kann man in einer preiswerten "Einfach"-Version die beiden vorhandenen Serienfilter an Ort und Stelle belassen und dem WDK725 einen zusätzlichen Platz zuweisen. Der Aufbau bestünde dann aus den vorhandenen Filtertöpfen mit dem P707 bestückt und irgendwo, wo Platz ist, dem WDK725. Da dieser einen Wasserablass besitzt, hat man damit auch eine zwar primitive aber immerhin vorhandene Möglichkeit, abgeschiedenes Wasser abzulassen.

Es gibt aber auch die bessere, weil professionellere - allerdings auch teurere Möglichkeit, das sogenannte PreLine System dem WDK 725 vorzuschalten. Hier ist die Größe 270 mit Filterfeinheit 10% ISO/TR 13353 dicke ausreichend. (PreLine 45% gibt es zwar auch, aber dann bleibt zu viel in der teureren PreLine Patrine hängen, die WDK725 ist erheblich günstiger!)
Das Pre-Line System hat zu der bereits sehr guten Vorabscheidung auch eine sehr gute Wasserabscheidung von 93% und bietet die zudem Möglichkeit, einen Wassersensor, eine zusätzliche Handpumpe und ein 350W Heizelement, welches unter 5°C selbsttätig zuschaltet, optional mit einzubauen.

[Bild: attachment.php?aid=12101]

Wenn Ihr Euch mal die Mühe macht, bei älteren Schleppern ins Tankinnere hineinzuleuchten, bei vielen sieht man es aber schon am Tankdeckel, sofern dieser aus einfachem Stahlblech ist - dann wisst Ihr, dass auch das Thema Wasser (und daraus resultierende Korrosion) seit Einführung der FAME-Beimischung noch einmal dramatisch an Bedeutung gewonnnen hat, denn das FAME bringt den zur Wasserkorrosion erforderlichen Sauerstoff gleich im Diesel mit.

Hier die derzeit erhältlichen PreLine-Typen:
[Bild: attachment.php?aid=12102]

Die absolute Profi-Filtration bestünde also aus dem Pre-Line Filter in der Größe 270 und Ausführung mit Multigrade-Medium PFO: > 10%, optional mit den Features, die man wünscht oder braucht, sowie diesem folgend dem WDK 725.
Dazu erforderlich sind dann die beiden Filterköpfe, die von der Breite her in etwa den gleichen Bauraum einnehmen, wie der vorhandene Serienfilter, in der Höhe brauchen wir aber etwas mehr, wie Ihr aus den Tabellen erkennen könnt.

Daten zu den passenden Filterköpfen und Preise folgen nächste Woche, das könnt Ihr aber, wenn's pressiert auch mit dem freundlichen Filterhändler nebenan herausfinden.

So weit für heute und freundliche Grüße an alle

Holger


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Die 3 MBtrac-Grundsätze:
1.) Ein MBtrac ist zwar nicht alles, aber ohne MBtrac ist alles nichts!
woraus folgt:
2.) Ein Leben ohne MBtrac ist möglich - aber sinnlos...
doch zum Glück für die vielen Nicht MBtrac Besitzer:
3.) Nur wer einen MBtrac besitzt, weiß, was allen anderen fehlt...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.06.2011 17:28 von holgi63.)
02.06.2011 20:03
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Hartmut Offline
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Beitrag #30
RE: Zeitgemäße Filterung des Kraftstoffes am MBtrac
Super Ausarbeitung Holger! Klasse!

Nur mit dem Preline Vorfilter bin ich noch nicht einverstanden.
Preismäßig spucken mir die Suchmaschinen über 300 € aus, plus 110 € für das Heizelement...

Kann man dann nicht besser die org. Filtertöpfe mit den beiden P707 als Vorfilter nehmen?
Obwohl ein Filtertopf des P707 doch auch reichen müsste?
Es würde nun also nur noch eine Entwässerungsmöglichkeit fehlen...

Gruss Hartmut admin


EDIT: Das ganze hat sich erledigt, Holger hat den vorherigen Beitrag bereits dementsprechend angepasst, und beantwortet somit all meine Fragen...!

MBtrac, alles andere ist Behelf!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.06.2011 21:20 von Hartmut.)
02.06.2011 20:56
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