Das MB-trac Forum

Normale Version: Wasserfüllung in den Reifen - Ja oder Nein?
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
HORRIDO,Big Grin
Nachdem ich an meinen 900er nun endlich einen Frontlader nachgerüstet habe, mußte ich feststellen, daß auch bei Leerfahrt (nur Schwinge) meine Hinterachse ganz schön entlastet wird, bzw. bei schlechter Wegstrecke teilweise ganz die Bodenhaftung verliert. Jetzt habe ich darüber nachgedacht die Hinterreifen mit Wasser zu füllen!
Wer hat damit Erfahrung? In der Bedienungsanleitung ist ja was dazu beschrieben! Aber ich möchte gerne Wissen wie das in der Praxis gemacht wird. Zur Info: Habe Schläuche in den Reifen.
1. Frostschutzmittel, was nehmt Ihr?
2. Mischungsverhältnis?
3. Befüllvorgang, Mischung vorher ansetzen, Einbringen des Frostschutzes > wie, wo, was?
4. Der Füll/-Entleerungsanschluß, Hat jemand ne Adresse?
Wer kann mir das ganze mal plausibel erklären?
Oder hat jemand noch ne bessere Idee!
Vielen dank im voraus,
Gruß
Hallo Jogi,

ganz vorweg: Ein MB-trac ist kein idealer Frontladerschlepper, aber das weißt Du ja auch!

Deshalb: Wie lange braucht es in Deinem Fall zum Ab-/Anbau des Laders?

Tu Deinem Trac den Gefallen und mach ihn ab, wenn Du ihn nicht brauchst.
Dein Trac wird es Dir mit längerer Lebensdauer unter anderem der Achsschenkel danken! Auch die Achse selbst ist eigentlich nur ein "Röhrchen"...

Als Ballast ist ein Frontlader nicht das richtige Bauteil.
Schon gar nicht am 440-er Trac, der von Haus aus für schweren Zug das Gewicht dort hat, wo es hingehört: vorn.

Aufgrund des langen Hebels schlagen Frontlader bei größeren Bodenunebenheiten nicht nur die eigenen Lagerbuchsen kaputt, sondern erzeugen auch ein vielfaches der Eigenmasse an Kräften, die vom Fahrwerk abgefangen werden müssen udn dort Verschleiß verursachen.

Ballast dann noch mit Gegenballast augfzuwiegen ist in Zeiten steigender Kraftstoffpreise nicht wirklich die Lösung der Wahl! (ist halt meine Meinung...)


Es ist inzwischen (leider) zur Gewohnheit geworden, Frontlader das ganze Jahr an den Schleppern zu belassen, obwohl man sie wirklich nicht jeden Tag braucht.

Da haben die Laderhersteller alles erdenkliche erfunden und keinen Aufwand gescheut, um den Lader komfortabel und schnell an- und abzubauen, dabei könnte man ihn bei den meisten Schleppern (und Besitzern) genauso gut fest verschrauben und verrohren...

Wie viele Schlepper fahren einen Einfahr-Frontlader mit hydraulischem Kombi-Schnellkuppler spazieren, wissen aber nach ein paar Jahren schon nicht mehr, wie man ihn bedient...

Wenn Du aber partout nicht von Deiner Idee abzubringen bist, das Teil, was Dir das Befüllen leicht macht, nennt sich "Hanauer Maus". Kaufen kannst Du sie hier: http://www.fehlig.de/52_01.asp?value=hanauer%20maus&back=2&id=695
und das Bedienen wird im Benutzerhandbuch ausreichend beschrieben.

Aber auch hier kannst Du Dich noch ein wenig schlauer machen:
http://www.schlepperfreunde-ubstadt.de/B...Reifen.htm

Als Frostschutz wird Calciumchlorid empfohlen. Kannst aber auch Viehsalz (NaCl) nehmen

Grüße

Holger
Hallo zusammen!

@Holger
Es gibt auch Leute die haben nur dieses eine ArbeitsgerätWink.
Oder es soll auf die gute Strasseneignung nicht verzichtet werden.

Zu Diesen Leuten gehöre ich auch und möchte den Frontlader nicht missen.
Um das beschriebene Problem zu beheben habe ich mir ein Gewichteblock gebaut der auch bei Anhängerbetrieb angebaut bleiben kann. (Man kann schliesslich den Block nicht ohne ihn hinten dran mit dem Frontlader auf den vollen Kipper laden um Strasse fahren zu könnenCool)-

Dieser besteht aus 13 Frontgewichten die ich durch die Griffe auf einer Ackerschiene aufgereiht und anschliessend verschraubt habe.
Auch bei auflaufgebremsten Anhängern und sogar bei den meissten Einachsern mit Stützrad passt das.
Die Hydraulik sollte natürlich gut verriegelt sein damit es keine "Halbmonddeichsel" gibt Big Grin .

Es gilt noch die etwas eingeschränkte Bodenfreiheit zu bedenken. Da das ganze aber drehbar in den Unterlenkern liegt ist ein Bodenkontakt z.B. Ackerfurche, nicht so tragisch.

Von der Wasserfüllung rate ich ab! Auch wenn es die Achsen nicht belastet, so lässt es sich nicht so leicht entfernen (wenn man z.B. den Lader doch abbaut). Da z.B. in 16,9R24 Reifen nur ca. 200l hineinpassen ist die Standfestigkeit bei einem 400kg Gewicht in den Unterlenkern durch die Hebelwirkung nach hinten von fasst einem Meter deutlich höherexclamation Mehr geht natürlich auch! Die Hydraulikleistung ist ja selten das Problem...

Zu der Belastung der Forderachse kann ich nur sagen:

Wenn die verstärkten Federn eingebaut und der Lader nicht alle Buchsen im Eimer hat so dass die Achse beim Fahren immer auf die Gummipuffer durchschlägt, ist der Trac durch die stabile Achse sehr gut und besser als so mancher Standardschlepper gerüstet! Die Gewichtsverteilung und der Federweg (z.B. bei Erdarbeiten) sind natürlich gewöhnungsbedürftig aber es lässt sich gut damit lebenWink

Übrigens: ich fahre an meinem 900er einen Stoll HD 30 mit ca. 545kg (ohne Anbaukonsolen) und mit Palettengabel mit 1000kg ist ein Rangieren noch gut machbar. Alles aber keine tägliche Dauerbelastung.

Gruss

Lars
jokertrac schrieb:...@Holger
Es gibt auch Leute die haben nur dieses eine ArbeitsgerätWink.
Oder es soll auf die gute Strasseneignung nicht verzichtet werden.
...

Hallo Lars,

es ist mir nicht ganz klar, was Du mir damit sagen willst...(?)
Auch wenn ich nur einen einzigen Schlepper (oder MB-trac) habe, kann ich den Lader, wenn ich ihn nicht brauche, abbauen.
Das dauert 5 Minuten und lass den Anbau 8 Minuten dauern...

Grüße
Holger
Hallo Holger!

Ich habe Dich so verstanden dass Du eher einen 2. (Standard-)Schlepper oder einen Rad-/Hoflader bevorzugen würdest.
Das man den Frontlader, wenn nicht gebraucht, abbauen sollte, da stimme ich Dir voll und ganz zu!

Das Gewicht, welches ich mir gebaut habe ist deshalb auch nur ein Kompromiss zum Arbeiten und kein "ich lass den Lader dran" Alibi Shy

Problematisch wird es halt wenn kein Einfahrlader gebraucht zur Verfügung steht. Habe mir selbst "einen Wolf gesucht" bis ich fündig geworden bin.

Gruss
Lars
Moin Jogi
Also Frontlader an oder abbauen? Ist ja klar das es für den Trac besser ist ohne Frontlader zu fahren. Aber mit Frontlader ist die Traktion echt bescheiden und wie oft hat man den Frontlader angebaut und muß mal ebend irgentwo hin?
Jedes mal ab und wieder anbauen währe mir auch zu lästig.
Ich hab meine Hinterreifen (14.9) auch mit wasser befüllt.
Jede seite ca. 170L. Einfach zu nem Autoausschlachter fahren und
altes Kühlerwasser abholen, gibts umsonst da er es sonst entsorgen müßte. Das Zeugs schützt Gummi hemmt Rost (falls mal eine undichtigkeit auftritt) und ist meist bis -35Grad Celsius frostsicher.
Aufgefüllt hab ich`s mit ner Bohrmaschienenpumpe und am ende des Schlauches ein dünnes Kupferröhrchen das durchs Ventiel passt und etwas Platz lässt das die Luft entweichen kann.
Ich hab mir keine Maus gekauft.
Dauert zwar etwas länger aber mann spart sich das Geld.
Die Fahreigenschaften verbessern sich, aber bei Frontladerarbeiten kommst du um ein Heckgewicht nicht drumrum.

Gruß Torsten
Hallo zusammen,

ich habe bei meinem 900er aus div. Gründen auch für den Frontladerbetrieb meine Hinterreifen gefüllt - hat ca. 550 - 570 kg (gewogen) auf der HA bei 16.9R24 gebracht. Wie Thorsten schon schreibt, wird damit vieles besser, bei schweren Laderarbeiten braucht man aber das Heckgewicht trotzdem noch.

@ Thorsten: Die Idee mit dem zu entsorgenden Kühlwasser vom Schrotthändler ist ja genial - ich hab mir ein 208er Fass beim LAMA besorgt, das hätt ich mir damit sparen können...Sad

@ Jogi: Die Maus kannst Du dir ja vom LAMA ausleihen - ich hab sie mir auch nicht gekauft. Befüllen mit der Maus mit Wasserdruck (bei mir ca. 4 bar) geht relativ schnell. Wenn der Frostschutz aus dem Fass nur mit Schwerkraft in den Reifen gurgelt, dauert das etwas. Schneller geht´s, wenn man das Fass mittels Kompressor leicht unter Überdruck setzt (z. B. mittels Reifenventil).

SG
Robert