Das MB-trac Forum

Normale Version: Vor-und Nachteile vom MBtrac gegenüber Standard´s
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Seiten: 1 2
Hallo, ich will ma wissen, welche Vor- und Nachteile ein MB-trac hat. Ich weiß selber welche, weil wir selber zwei haben aber ich bin noch nie einen anderen schlepper gefahren und kann es nicht so beurteilen aufm Feld und technik und so....ich wäre dankbar für (viel) Vorteile und (wenig) NachteileSmile
Moin,
ein Nachteil ist auf jeden Fall mal dass man wenn die Ladewagensteuerung auf Standardschlepper ausgelegt ist diese zu verlängern ist.
Weiter ist ein Trac ohne Heckgewicht einem Standardschlepper bei Frontladerarbeiten unterlegen.

Vorteile sind auf jeden Fall mal eine super Kabine in der genug Platz ist, super bequemer Beifahrersitz, in nem Standardschlepper selbst der 250 PS Klasse quälste dich als Beifahrer ja ganz schön.
Aufbauraum hinter der Kabine ist natürlich auch super, vor allem im Forst wenn die Doppeltrommeln drauf sind, im Forst find ich den Trac jedem anderen Standardschlepper mit Forstausrüstung weit überlegen.


Das war mir mal so eingefallen, mir fällt zwar noch mehr ein aber dass könnte man dann entweder als Vor- bzw. Nachteil sehen
Hallo


Hört sich vielleicht blöd an aber die Ersatzteile fürn Trac sind knap und Teuer .
Die von Standartschleppern sind meisten besser und bilicher zu bekommen .

MB Trac kann nicht jeder fahren wegen der Getriebe
aber die ihn fahren sind die besten .

Der heckramen un ersetz bar für Spritze usw .
Zu seiner zeit der modernste schlepper .

MFG Peter
Hallo MB-trac Aue

probier doch das mal mit einem 65PS Standardschlepper:
[Bild: DSCI0006.JPG]

(Wenn vorn die Walze nicht dran ist, geht das immer noch und zwar ohne jegliches Frontgewicht!)

Grüße

Holger
Nachteil?? - gibts sowas??

Der MB-trac ist meiner Meinung nach, der beste Schlepper am Markt!!!
Ihm fehlen leider nur ein, zumindest Lastschalt-, getriebe und Load sensing.

Aber ansonsten kann kein anderes Fabrikat mit dem trac in der jeweiligen PS-Klasse konkurrieren.

Ok, noch ein Nachteil: Neu gibts ihn nicht mehr zu kaufen Wink
Hallo,

zu den Nachteilen gehört auch:
-die Gewichtsverteilung bei Frontladerbetrieb. (Mit Hecklader und Drehsitz bei der großen BR aber ein großer Vorteil!)
- großer Wendekreis
- Länge, zumal mit Frontlader oder Frontkraftheber
- Ersatzteilversorgung für Spezialteile nicht mehr gesichert

Und bei den Vorteilen wäre weiter zu nennen: (gegenüber Standards gleichen Alters)
- gefederte Vorderachse
- komfortable Ausstattung und Bedienung (z.B. luftgeschaltete Sperren, Kraftheberbetätigung vom Heck aus)
- sehr gute Kabine
- viele Standardteile aus LKW oder Unimog
- Trac-Konzept (z.B. keine Voreilung der Vorderachse und damit geringerer Reifenverschleiß, bessere Traktion)
- mit Heckanbaugeräten optimale Gewichtverteilung
- Ladefläche (oder gar Kipperaufbau)
- Frontkraftheber und -Zapfwelle einfach nachrüstbar
und sicher noch vieles mehr, was mir gerade nicht einfällt.

Gruß Matthias
Hallo Zusammen,

bzgl. den Vorteilen schließe ich mich den vor mir geschriebenen Beiträgen an.

Mir fallen allerdings noch zwei Nachteile ein:

-außermittiges Sitzen in der Kabine (ist gewöhnungsbedürftig beim Arbeiten mit Spuranreißern)

-teileweise schlechte Zugänglichkeit beim Schmieren


Gruß

Heinz
Hallo!

Vorteile:

- gleichstarke Achsen
- Rahmenbauweise , erleichtert Reparaturen, da trac in einem Stück bleiben kann, schnelle Anbau von Fkh oder Frontlader , ohne aufwendige Konsolen
- modulare Bauweise
-echte Vierradbremse
-integrierte Druckluftanlage

GrußSmile
Hallo

Ich hätte noch einen nachteil: die Frontanbaugeräte sind sehr weit weg vom achs mittelpunkt, besonders bei mäh arbeitne im Berggebiet.

Aber man kann nicht alles haben.

Mit freundlichen grüßen
Christof
Hallo zusammen!

Wir haben einen 900 Trac und mehrere John deere´s!
Wir machen viel im Wald mit dem Trac und da ist er auch wirklich super!
Ein Nachteil fällt nur immer wieder auf!
Es passt kaum eine Gelenkwelle man brauch ständig eine längere!
Habt ihr auch probleme damit??
Ja, auch dieses Problem haben wir!!

Bei uns am Betrieb laufen 3 trac´s und ein Fendt (Vario 818)
da passen die Zapfwellenlängen ideal zusammen.
Die Zapfwellengeräte können wir an keinen John Deere anbauen / das Gerät an einen John Deere Fahrer ausleihen da hierfür die Zapfwellen immer zu lange sind.
Ob da das Problem beim trac liegt question

(Mein Tipp: John Deere verkaufen und trac kaufenexclamationexclamation)
Hallo,

schließe mich den vorgenannten Argumenten absolut an, möchte aber insbesondere herausstellen:

Einer der wenigen Traktoren mit einer echten Vierradbremse und dazu noch außen liegende leicht zu wartende Scheibenbremsen. Für mich absolut wichtig im Bergland - es gibt keine Traktor mit einem besseren Bremssystem. Hinzu kommt die Federspeicherbremse für die Handbremse.
Die Betriebsbremse eines Standart Traktors bringt bei längeren Bergabfahrten bei weitem nicht die Bremsleistung, hier haben schon viele ihre Bremsen heiß gefahren und somit ruiniert.

Zweitens gefederte Vorderachse. Durch die Konstruktion der Federung und Art der Aufhängung mit je einer Schraubenfeder rechts und links und Stoßdämfern extrem gute Fahreigenschaften und bessere Kippsicherheit im Bergland. Bei Standart Traktoren ist die Vorderachse immer pendelnd aufgehängt und bringt somit keinen Beitrag zur Kippsicherheit.

MfG

Jürgen
hundmb-trac schrieb:...insbesondere:
Einer der wenigen Traktoren mit einer echten Vierradbremse ... ...die Federspeicherbremse ...Zweitens gefederte Vorderachse. Durch die Konstruktion der Federung und Art der Aufhängung mit je einer Schraubenfeder rechts und links und Stoßdämpfern ... ...bessere Kippsicherheit im Bergland.
Bei Standart Traktoren ist die Vorderachse immer pendelnd aufgehängt und bringt somit keinen Beitrag zur Kippsicherheit...

Hallo Jürgen!

Diese beiden technischen Details: Echte Vierradbremse und Abstützung des einzelnen Vorderrades am Boden gegen den Fahrzeugrahmen haben mir schon oft Schlimmeres verhindert.
In unseren Steillagen sind manche Stellen mit einem Standardschlepper in gleichzeitig steiler und schräger Bergabfahrt gar nicht befahrbar, der Schlepper würde über die Pendelachse umstürzen, da er ja quasi nur auf 3 Punkten am Boden steht.

Selbst Standardschlepper mit gefederter Vorderachse haben nicht grundsätzlich 4 einzeln abgestützte Räder. Die Starrachs-Versionen mit Federung im Pendelgelenk sind am Hang sogar noch gefährlicher, als die ungefederten!

Grüße an alle

Holger
Hallo Holger,

Ich stimme absolut Deiner Argumentation zu. Die Standard Traktoren haben wohl alle die Pendelachse, mir fällt zumindest im Augenblick keiner ein.
Gut Doppstadt und JCB habenauch das MB-trac Prinzip, sind aber auch Tracs!

Ich komme aus der Hessischen Rhön an der Wasserkuppe Hessens höchstem Berg (952m). Hier spielt der Trac seine Vorteile voll aus!
Wo kommst Du eigentlich her?

Beide Tracs (1000 Turbo OM352, und 1100 OM 366) sind bei uns mit 1,80 Spur ausgestattet, somit liegen sie wie ein Brett am Hang!

Was jedoch ein wenig stört, wäre in der heutigen Zeit eine Zapfwelle mit 750Umin bzw. 1250 Umin als Sparzapfwelle. Naja man nicht alles haben!
Das Synchrongetriebe ist für die vielen Transportaufgaben im Grünlandbetrieb gut geeignet und vor allem vom Wirkungsgrad her optimal

MfG

Jürgen
hundmb-trac schrieb:...Wo kommst Du eigentlich her?...

...wäre in der heutigen Zeit eine Zapfwelle mit 750Umin bzw. 1250 Umin als Sparzapfwelle. Naja man nicht alles haben!...

Hallo Jürgen,
mein Heimatort heißt Rülfenrod, ein kleines Dörfchen (<100E) am Nordwestausläufer des Vogelsbergkreises. Mit zwischen 220 und 400 Höhenmeter kann ich nicht ganz mit Dir mithalten, aber das hindert unsere Hügel nicht, uns das Leben mit Steilheit und Steinen recht beschwerlich zu machen...

Seit 1983 besitze ich unseren ersten Trac, den 440.167, den ich Ende April 1983 selbst per Achse aus Gaggenau geholt habe. Dazu kam 1989 aus erster Hand ein gebrauchter 65/70.

Da wir im Ackerland Minutenböden haben, sowie im Grünland entlang an der Felda etliche Grundwiesen, die schwer befahrbar sind, das ganze noch in Steillagen an der Grenze der Schichtbefahrbarkeit, hat sich das Trac-Konzept bei uns quasi schlagartig durchgesetzt.

Am Anfang lachte die „Konkurrenz“ über die „gleichkleinen Räder“, als diese aber ohne Zwangsschlupf und ohne Beschädigung der Grasnarbe fast über die Auwiesen „schwebten“, während sich gleichgroße Standardschlepper (mit größeren Hinterreifen) dank ihrer eingebauten Voreilung „bis an die Achselhöhlen“ eingruben, verging ihnen das Lachen. Spätestens 1985, als die Kreiselegge kam, verstummten dann die letzten Kritiker...

Heute habe ich zwar leider "nur noch" einen Nebenerwerbsbetrieb, aber auch in dieser Situation bin ich froh, die Tracs zu haben. (Der Status des Nebenerwerbes zwingt mich zum Ausgleich aber auch nicht dazu, ständig zu wachsen und demzufolge meine Maschinen irgendwann durch größere zu ersetzen – oder Turbos draufzupacken ;-))

Der vor 2 Jahren hinzugekommene U406 Agrar war dann der Abschluss eines Gesamtprojektes, den ich gern schon früher vollzogen hätte, was mir aber aufgrund betrieblicher Geldmittel nicht eher möglich war. (Mein Betrieb ist zwar Nebenerwerb, aber kein Zuschussbetrieb, er muss sich also pekuniär selbst tragen, einschließlich der erforderlichen Investitionen!)

Mein Traum war ab dem Tag, wo ich den Trac in Gaggenau geholt habe, irgendwann die Ergänzung des Fuhrparks mit einem 406 (oder auch einem 403) in der Faltverdeck-Version. Genau ein solcher befand sich gerade in der Endabnahme am Band, als ich meinen 440 in Empfang nahm...

1998 kam - mehr durch Zufall - ein Brennesselprojekt als „Quereinsteiger“ dazu, das meinen Fuhrpark auf eher kuriose Weise erweiterte, ein URSUS 1224, ein Polenmädchen mit 7l Sechszylinder, 120PS, 16/8 LS-Getriebe – aber unsynchronisiert, FKH, FZW und 5t Hubkraft, das ausgemustert in den Brennesseln meines Händlers stand.

Er hatte mein Mitleid erregt und so bekam ich ihn fast geschenkt.

Er sah aus, als hätte er 30 Jahre Schwerstarbeit auf dem Buckel und mindestens noch einmal genauso lange in den Brennesseln gestanden, der (funktionierende) Stundenzähler zeigte aber nur sagenhafte 1.050 Stunden – und diese stimmten! Der Schlepper war gerade mal 6 Jahre alt!
Das war für mich das bis dahin eindrucksvollste Beispiel, dass es tatsächlich möglich ist, einen neuen Schlepper in so kurzer Zeit optisch völlig zugrunde zu richten...

Der Vorbesitzer schafft das aber – wie ich inzwischen weiß – regelmäßig - auch mit anderen Marken...!
Leider hatte ich zu der Zeit noch keine Digitalkamera, um dieses Desaster festzuhalten...

Die Substanz war aber sehr gesund, Motor und Getriebe fehlerfrei und so hatte ich für fast kein Geld einen sehr starken und leistungsfähigen Zuwachs bekommen.

Heute ist er mein „Zugochse“, der es mir ermöglicht, an Tagen, wo unsere Minutenböden den Tracs an die Substanz gehen wollen, diese zu schonen und ihn vorzuspannen – leider mit Folgen: Die Zugkraft dieses leer 5,5t wiegenden Klotzes passt dann doch nicht exakt zur Maschinenausstattung, die durchgängig an den für ihn quasi „halbstarken“ Tracs ausgerichtet ist.
Mit anderen Worten: Man muss darauf achten, dass der Drehzahlmesser beim Pflügen nicht über 1200 hinausgeht, dann hat er auch nur 80PS...

Übrigens hat er mich in den inzwischen 10 Jahren nicht ein einziges Mal versetzt.
Er hat natürlich nicht das Image eines Fendt – auch nicht dessen Verarbeitung, das scheint unseren Feldern aber bisher völlig gleichgültig gewesen zu sein, sie haben auf die Bearbeitung mit ihm bisher weder mit Ertragsstreik noch mit Unbefahrbarkeit reagiert...

Mit ihm kann ich dann auch ab und zu noch mal ein aktuelles Vorführgerät anhängen, denn für 65PS gibt es keine mehr. Die 3m Kurzscheibenegge mag der 700-er Trac zwar noch heben...

Die Sparzapfwelle habe ich bisher noch nicht wirklich vermisst.
Die Euphorie um diese Drehzahl kann ich noch nicht so ganz nachvollziehen, zumal bei manchen Herstellern damit sogar noch erhebliche Betriebseinschränkungen verbunden sind, wie z.B. selbsttätige Abschaltung über 540/min u.s.w.

Wer unbedingt meint, mit einem 180PS Schlepper mit dem alten Fahr KH4 das Heu wenden zu müssen, der soll das auch bezahlen...


Grüße

Holger
Seiten: 1 2