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Normale Version: Einleiterbremse Anhänger wieder instandsetzen beim MB-trac 800?
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Hallo zusammen,

der Not heraus geschuldet hätte ich an meinem 800er SS die Einleiterbremse gebrauchen können. Ich wusste wohl, das hinten kein Kupplungskopf verbaut ist, und ging bisher davon aus dass das ganze Ventil einfach stillgelegt wurde-wie so oft bei Undichtigkeit. Bei genauerem hinschauen allerdings habe ich nun nichts fehlendes feststellen können, ausser natürlich dem Kupplungskopf. Dennoch muss ja irgendwas defekt oder stillgelegt sein, sonst würde bei jedem Betriebsbremsen ja hinten Luft abblasen. Das Einleiterventil wird ja über das Zweileiterventil pneumatisch gesteuert, wenn ich das im Schaltplan so richtig sehe. Lediglich habe ich die Vermutung, das der Hebel für Handbremse-Dauerluft wohl fest ist. Der Zylinder wird angesteuert, aber beim lüften geht kaum bis garnichts zurück per Federkraft. Oder macht der Hebel am Ventil wirklich nur solch einen minimalen weg? Dass ich danach schauen sollte, ist klar. Allerdings kann das fürs Betriebsbremsen am Einleiterkopf doch aktuell kein Problem machen, schlimmer wäre es ja nur wenn er in Stellung Handbremse hängen würde-dann müsste ich aber auch dauerhaft Luft verlieren mit ohne Kupplungskopf. 
Hat da jemand direkt eine Idee, oder bleibt mir nix als das Anhängersteuerventil zu zerlegen und den Fehler zu suchen? Das ist  natürlich immer mit dem Risiko verbunden, dass es danach undicht sein könnte Big Grin

Gruß
Mauritius
Moin

Wenn ich solche Ventile abdichte spreche ich mit dem Kunden ob das Einleiter noch gebraucht wird. Wenn nicht wird
der Einleiterteil abgeklemmt. Damit es nicht zu gravierenden Unfällen kommt sage ich dann das der Kupplungskopf
entfernt werden soll. Ansonsten könnte es dazu führen das jemand die Leitung anklemmt, sich darauf verlässt das die
Anlage intakt ist und drauf losfährt. Welche Folgen das haben kann brauche ich nicht zu erläutern. Damit ist die häufigste
Ursache für Undichtheiten beseitigt und das abdichten ist um einiges günstiger. Natürlich ist hier und da jemand der das
Teil auch abdichten lässt.
Das still legen des Einleiters ist ganz einfach, das Ober- von dem Unterteil trennen und die beiden Gewindebohrungen mit
Imbussstiftschrauben verschließen. Mehr ist nicht.
Aber aus Sicherheitsgründen sollte auch die Landwirtschaft mittlerweile ihre Anhänger auf Zweileiter umrüsten, das benötgte
Ventil ist nur unwesendlich teurer als der Dichtsatz Einleiter. Das viel mehr an Sicherheit sollte einem das Wert sein. Früher
war ich auch von Einleitern in der Landwirtschaft überzeugt, ( das reicht für die Geschwindigkeit) bis zu dem Tag als ich
auf einem Traktor gesessen habe welcher vom Anhänger weggedrückt wurde. Seitdem will ich von den Scheißdinger
nichts mehr wissen.

Gruss aus Heckenland, Matthias
Hallo Matthias,

danke für die Info. Dann wird wohl jemand genau das bei mir gemacht haben. Mit der Einleiterproblematik hast Du natürlich recht, wie gessgt war aus der Not heraus wo ich einen anderen Hänger hätte ziehen müssen. Dachte nur, wenn ichs eh hab, könnte mans ja eventuell in Stand setzen. Nach dem Handbremshebel sollte ich trotzdem schauen, ist mir an meinem Müller-Mitteltal noch nie aufgefallen, aber theoretisch bremst der dann bei eingelegter Handbremse nicht?! Hier im Flachland macht sich das aber au nicht bemerkbar Big Grin einfachste Prüfung wäte, bei angezogener Handbremse Druck am gelben Kopf messen, oder?

Gruß 
Mauritius
Hallo zusammen,

wir haben mitlerweile alle Einleiterbremsanschlüsse entfernt, als erstes beim 65/70 der nur einen Einleiteranschluss hatte, den haben wir auf Zweileiter umgerüstet, beim 1000 er saß der Anschluss dem Scharmüller Schlitten im Fenster und der Agrotron ist weg und der Valtra hat keinen mehr, alles kein Problem weil wir die letzten Einleiter Anhänger vor Jahren auf Zweileiterbremse umgerüstet haben, das ist oft günstiger als die Einleiterbremse am Schlepper in Ordnung zu halten und man tut noch was für die Verkehrssicherheit...

Gruß vom Niederrhein

Robert