Das MB-trac Forum

Normale Version: Kann unser Mb trac 700 mit 18000 Std. noch eine Leistungssteigerung verkraften?
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Moin ,

ich bin vermutlich hier nicht der einzige , der sehr von der Vielseitigkeit des Tracs überzeugt ist Cool . In den letzten 10 Jahren wurde die Arbeit unseres 700er Mb trac´s immer mehr reduziert. Ein Jcb 1115 hat die anfällige Frontladerarbeit übernommen und auch andere Arbeiten wie die Heuernte und viele Transportarbeiten. Zur Feldarbeit wurde keiner der beiden verwendet dafür wurde ein Jcb 3190 eingesetzt. In letzter Zeit gab es jedoch einige Veränderung auf unserem Betrieb, sodass der Jcb 1115 aufgrund zu großer Reperationskosten den Hof verlassen musste. Und das Geld lieber in den Mb trac gesteckt wurde da die Kosten deutlich niedriger waren und er normalerweise auch für die jetzige Arbeit reicht, da allgemein die Weidefläche weniger geworden ist und auch kein Ackerbau mehr betrieben wird. Die Arbeit die er jetzt zu bewältigen hat besteht zum Großteil aus der Heuernte , allgemein Grünlandplege, Stallarbeit, Waldarbeit , Transportarbeit und ein wenig Pflegearbeiten auf dem Feld. Ich betreibe neben bei Rinderzucht (Mutterkuhhaltung) und benötige dafür fast täglich den Trac zur Fütterung und dann zum Mist laden, wobei er von der Frontlader Technik da an seine Grenzen kommt. Neben der ganzen eigenen Arbeit würde ich auch gerne gewissen Transportarbeiten auf Lohn erledigen Shy . Leider bin ich nur mit der Leistung des Trac´s auf der Straße garnicht zufrieden, er ist schon mit einem mit Mist beladenen 8 Tonner von der Straße überfordert. Grade wenn man von 2ten Straßengang in den 3 schaltet kommt überhaupt keine Leistung hervor. Allgemein würden wir gerne mehr Leistung aus dem Trac holen, um die anstehende Arbeit auch gut und Zeitlich zu schaffen . Ich weiß nicht ob es so klug wäre mit 18.000 Betriebstunden noch nen Turbolader nachzurüsten Cool zu mal der Trac damals, kurz nachdem er 1984 neu gekauft wurde auch schon aufgedreht wurde.
Wäre nett mal eure Meinung zu der Leistungssteigerung und allgemeinen Beanspruchung des Traces zu hören.Smile

Gruß Niels
...mal ehrlich Niels!

Eigentlich hast Du es doch sowieso vor, bist dir nur noch etwas unsicher wegen der hohen Std.-Zahl u. möchtest am liebsten von uns hören, daß es gar kein problem ist u. da der Motor sowieso für höhere Leistungen ausgelegt war, wird´s schon gut gehen!

Und was ist, wenn´s nicht gut geht? Kann es auch sein, daß er schon recht "alle" ist u. eigentlich eine Überholung, statt einem Tuning anstände?Shy

greetzWink
Moin Niels,

die Motoren sind ja eigentlich recht unempfindlich und robust im Nachrüsten vom Turbo...aber hier ist es dann doch eher, wie einem Opa am Rolator jeden Tag eine Pulle Testosteron zu spritzenTongue der geht dann auch ab, fragt sich nur wie lange?
Wenn der Unterbau, Pleuellager, KW-Lager etc. noch nicht soooo alt sind, wird er es wohl überstehen, denke ich. Aber die letzten 18.000 hat die Leistung ja auch gereicht. Wink

Gruß Paul
Hallo Niels
schon mal über die Anschaffung eines Trac`s der mittleren Baureihe nachgedacht?


Mfg.

Andreas
Moin,

um auf die Aussage von Brüllrohr einzugehen , Nein ich möchte grade nicht hören das ihr sagt ja wird schon irgendwie passen und ich dann einen Turbolader verbaue. Wink Ich wollte nur wissen ob die Option besteht eine Leistungsteigerung durch einen Turbolader zu erreichen und so der Trac dennoch eine lange Lebenszeit hat oder auch eine andere Möglichkeit vorhanden ist. Zu mal ich dem Trac das ungern zu muten würde und mich wohl mit der Leistung so zufrieden geben muss. Die größte Beschwerde liegt aber eigentlich nur bei den Transportarbeiten, in der Übersetzung von 2ten in den 3ten Straßengang. Ist es denn möglich unter der Last und bei der Geschwindigkeit den 3ten zu untersetzen ? Oder würde das auf das Getriebe gehen ?

Gruß Niels
Hallo Niels,

so, wie Du Dein künftiges Anforderungsprofil an den MBtrac hier formulierst, kommt bei mir immer ein MBtrac 900 dabei heraus, egal, wie ich's drehe und wende.

Wenn Dein MBtrac nun ein 800-er wäre, hätte ich aus technischer Sicht keine Einwände gegen eine Verwandlung in einen 800 turbo. Es ist aber kein 800 sondern ein 700 und weshalb man bei diesem Fahrzeug etwas zurückhaltender sein sollte, das hatten wir neulich erst diskutiert.
Da beim Thema Leistungssteigerung beim 700 (65/70) auch Matthias Thesen zu den Bedenkenträgern gehört, muss ich hier nicht mehr lang und breit erklären, dass es vernünftige Gründe für diese Zurückhaltung gibt.
Es ist ein in wesentlichen Bauteilen völlig verschiedenes Fahrzeug gegenüber 800 und 900.

FG
Holger
Servus Niels,


natürlich solltest Du unter Last oder bergauf auch die Zwischengänge voll durchschalten, dafür sind diese ja verbaut.

Das heißt im Klartext, zum Beispiel vom normalen 2. Gang direkt in den untersetzten 3. Gang zu schalten und dann nochmal vom untersetzten 3. Gang in den normalen 3. Gang hochschalten.

Das wirkt schon Wunder!


Grüße

Michl
Moin Holger ,

dann werde ich mich wohl mit der Leistung zufrieden geben müssen Wink. Und lieber den Trac so original belassen werde Cool.

@Michl
Aber wie ist das denn mit der Untersetzten Gruppe im Allgemeinen ? Bis jetzt hatte sie keine große Verwendung , aber dient sie mehr zur überbrückung oder als ständige Untersetzung beim Arbeiten ?

Niels
Servus Niels,



sowohl als auch. Ich schalte die Zwischengänge fast öfter als die Hauptgänge, aber ist natürlich im Forst etwas anders als aufm Acker oder der Straße...


Grüße

Michl
Guten morgen,
Ich würde auch mal schauen in welchem zustand der Motor algemein ist!
Wir haben z.B. letztes Jahr bei unserm 1000er die EP überholen lassen, und siehe da er ist gleich viel Spritziger!
Es würde also eh nicht viel bringen nur einen Turbo drauf zu machen wenn der rest vom Motor so wie er ist vielleicht garnicht mehr die Leistung abgibt die er haben soll!
MFG
Christian
Hallo Niels,

miss doch erstmal die Kompression, dann siehst du schon mehr.
Bevor du einen Kompressor an einen 700er schraubst würde ich erst mal schauen ob der kleine noch von dr Motorsubstanz her passt.
Wenn deine Kompression stimmt, lass mal die EP nachschauen und die Düsen abdrücken. Wenn du dann wieder 70 PS hast und die dir nicht reichen kannst du mal über eine Leistungssteigerung nachdenken.

Schönen Abend
Moin,

ja ich werde erstmal eine Überholung des Motors durchführen lassen Wink.
Und dann werde ich mal weiter gucken. Wobei ich dann auch ehr nicht an eine Leistungsteigerung mit Hilfe des Turboladers denken werde. Klar wäre es schon ein ganz anderes Leistungsverhältnis, aber der Trac hat das jetzt gute 18.000 Stunde auch so durchgehalten und wirklich jünger kann man ihn nicht machen Big Grin. Dann investiere ich lieber in andere äußerliche Teile des Trac´s denn dort haben sich die vielen Arbeitstunden auch bemerkbar gemacht Cool. Danke trotzdem für die Hilfe Smile

Gruß Niels
Hallo Niels,

zum Getriebe:
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die Zwischengänge beim Seitenschalter sind weniger kritisch, als beim Mittelschalter, wo sie aufgrund des begrenzten Drehmomentes auch öfter Anlass zur Kritik gaben. Selbstverständlich bedeutet ein Zwischengang einen erweiterten/verlängerten Kraftfluss und damit mehr bewegte Teile, die auch Veschleiß unterworfen sind, und Momente, die irgendwo abgestützt werden müssen, aber beim 700 ist das definitiv kein Problem.
Da der 700 eine größere Spreizung besitzt, bist Du ja auf die Zwischengänge angewiesen, um eine einigermaßen brauchbare Anzahl Gänge im Hauptarbeitsbereich zu haben. Du kannst also unbesorgt auch in den Zwischengängen die Maschine belasten.

zum Motor:
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Wie schon empfohlen, erst mal prüfen, in welchem Zustand der Motor ist.
Verschleiß kann man teilweise auch ohne Demontage überschlägig einschätzen: Öldruck bei Betriebswarmem Schlepper bei Standgas und bei etwa 1200/min.
Bei welcher Drehzahl erreicht der Motor betriebswarm über 3 bar oder vielleicht sogar noch die 5 bar?
Ein Rauchbild, das hoffentlich kein Qualmbild ist.
Wann wurden die Düsen das letzte mal abgedrückt / getauscht?
In welchem Zustand ist die Sicherheitspatrone im Luftfilter und der Luftfilter selbst?

Wenn das alles noch im Rahmen ist, sollte eine Anhebung der Leistung auf den Wert des kommunalen 700 für das ganze Fahrzeug relativ problemlos verkraftet werden, auch wenn er noch richtig was schaffen soll.

FG
Holger
Hallo Holger,

Ich habe einen 1000er Bj.84

Beim schalten der Zwischengänge bin ich immer sehr vorsichtig (Bauchgefühl) ,unter Last z.B. mit vollem Hänger am Berg schalte ich keine Zwischengänge.
Ist mein " Bauchgefühl" berechtigt oder kann ich die Zw.-Gänge ohne weiteres in jeder Situation einsetzen?

Danke + Grüße

Uli
Hallo Uli,

Du stellst richtig fest, dass Schalten eines Ganges noch mal was anderes bedeutet, als Fahren in einem Gang. Speziell auf die pneumatisch geschalteten Zwischengänge der Seitenschalter trifft das zu und es gibt bereits einen Haufen Ratschläge, wie man richtig mit diesem Getriebe umgeht.

Kritisch für ein Getriebe ist nicht nur der reine Lastübertragungsfall, sondern besonders die Zeitpunkte, wo dieser Fall beginnt, also beim Einkuppeln, da zu diesem Zeitpunkt nicht nur ein Drehmoment existiert, sondern dieses in einer Zeitspanne (delta-t) aufgebaut wird und dieser Aufbau zum einen nicht linear - also gleichmäßig - erfolgt und obendrein sogar noch ein kurzes Überschwingen möglich ist, bei dem Momente auftreten können, die höher sind, als der tatsächliche Bedarf für die reine Zugkraftübertragung.
Sogar kurze Lastwechsel mit entsprechenden -spitzen sind in einem rollenden Fahrzeug in diesem Fall möglich.

Beim 1000 sind aufgrund des Motors die Kräfte natürlich höher, als beim 700 von Niels, dennoch ist das Getriebe auch in diesem Schlepper noch nicht unterdimensioniert, auch nicht das Zwischengetriebe. Auch der 1000 sollte also in den Zwischengängen volle Last übertragen können, wobei man beim Schalten der Zwischengänge beim Seitenschalter grundsätzlich etwas "gefühlvoll" vorgehen sollte.
Da die Pneumatik dieses "Gefühl" nicht hat, ist es gut, dem Schaltvorgang die benötigte Zeit sicher einzuräumen und dann auch nicht die Kupplung mit "Schmackes" gleich wieder loszulassen.

Am Berg beim Runterschalten ist das natürlich leicht gesagt, da das günstige Zeitfenster durch die erhebliche Negativbeschleunigung des gesamten Zuges sehr schnell vorbei ist und man ja möglichst schnell wieder Zugkraft auf die Räder bringen muss.

Bei meinem 700 weiß ich aber nach all den Jahren, ob ich es an einer Steigung mit einer bestimmten Anhängelast auf den nächst niedrigeren Zwischengang schaffe oder besser gleich einen ganzen Gang zurückschalte.
Bei mir geht "Lebensdauer Fahrzeug" eindeutig über "schnelles Ankommen", also quäle ich die Maschine grundsätzlich nicht.
Das sollte beim 1000 nicht anders sein - nur eben mit entsprechend höheren Lasten.

Sachen, wie beispielsweise beim Pflügen zu glauben, man könnte ohne dem Schlepper weh zu tun, einen Zwischengang runterschalten und gleich wieder einkuppeln, bevor das Fahrzeug steht, kommen bei mir nicht in Frage...

Der MBtrac hat nun mal keine Lastschaltung. Aber im Kopf muss ich begriffen haben, dass eine Lastschaltung ein Komfortgewinn ist und das Fehlen einer solchen nicht lebensbedrohlich ist ;-)

Erst dann, wenn ich die pneumatische Schaltung glaube, wie eine Lastschaltung einsetzen zu können, beginnen die Probleme...

FG
Holger