Das MB-trac Forum

Normale Version: Genaue Nutzung und Bedeutung der Splitmöglichkeit? Pneumopower
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Hallo,

ich bin nach wie vor auf der Suche nach einem geeigneten Trac für mich und leider noch nicht ganz fündig geworden. Hier erlebt man wirklich die dollsten Storys...

Naja, ich werde mir demnächst wohl einen 900er turbo (Bj 85) angucken, den ich an sich sehr interessant finde. Nun habe ich aber hierzu eine Frage, die ich in der Suche nicht ganz zufriedenstellend beantwortet bekomme.

Bei der Möglichkeit, die Gänge zu splitten, habe ich es jetzt so verstanden, dass ich die einzelnen Gänge quasi noch einmal halbieren kann, ist das richtig?
(zur genauen Bedienung gab es hier ja schon einige Themen, in denen dies erläutert wurde).

Ich bin noch nie einen Schlepper mit einem solchen Getriebe gefahren und kenne auch niemanden, der einen solchen hat.

Welchen genauen Nutzen habe ich denn überhaupt durch den Splitvorgang? Kann mir mal jemand ein Beispiel nennen, wo der Vorgang sinnvoll ist, könnte ja auch klassisch einen Gang runterschalten?!?

Es ist ja an sich keine Lastschaltung. Kann mir jetzt nur vorstellen, dass man den ersten und langsamsten Gang noch einmal langsamer machen kann (vielleicht beim pressen sinnvoll).

Oder habe ich das Ganze an sich falsch verstanden?

Gruß


Sascha
Hallo Sascha.

Eigentlich ist es ganz einfach...

Der MB trac 900, hat in der normalen Ausstattung ein Getriebe mit 2 Vorwärts- und einer Rückwärtsgruppe und 4 Gänge, welche sich nochmals mit eben dieser Splitschaltung untersetzen lassen. Macht, wenn man so will, 16 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgänge.

Bei der Splitschaltung hast Du am Gang- (nicht am Gruppenhebel) eine Schiebemuffe, mit der man die Untersetzung vorwählen kann. Beim nächsten Tritt auf die Kupplung wird die Untersetzung dann geschaltet, ohne dass Du den Ganghebel bewegen musst. Vergleichbar ist das ganze zum Beispiel mit der vorwählbaren Wendeschaltung, wie sie die Fendts früher links neben dem Lenkrad hatten und dort der Kippschalter vorher in die entsprechende Stellung gebracht werden musste.

Prinzipiell ist die Splitschaltung an den Seitenschalter tracs der kleinen und mittleren Baureihe in ihrer Form ganz einfach komfortabel zu bedienen....und man spart sich einen weiteren Schalthebel um die "halben Gänge" zu schalten. Die alten Fendts der 100er Serie z.B. hatten so einen Untersetzer in Form eines Extrahebels vorne links am Getriebetunnel, die älteren 300er einen Hebel am Amaturenbrett, wo die Stufen "L" für langsam, "M" für Mittel und dann noch per Knopfdruck und zu sich ziehen des Hebels "S" für Schnell...und bei den Mittelschalter tracs hat man ein wirrwar an Schalthebeln zwischen seinen Beinen... Nur das Schalten eines Mittelschalters nun zu erläutern würde jetzt den Rahmen sprengen, weil da gibt es noch so ein paar spezielle Regeln, dass man die Rückwärzgänge z.B. nicht schalten kann, wenn der Untersetzerhebel in einer speziellen Stellung ist usw...

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinem Bericht etwas helfen.

MfG
Andre
Hallo Sascha!

...in der Praxis kannst du die Split-Schaltung immer dann nutzen, wenn du z. B. am Hang mit schwerer Last im aktuellen Gang gerade nicht mehr weiter kommst. Da hast du in Form der Split-Schaltung eine bequeme Möglichkeit schnell (aber nicht zu schnell) herunterzuschalten. Die gesplitteten Gänge liegen dann von der Geschwindigkeit in etwa zwischen zwei benachbarten "vollen" Gängen.
Eine andere Möglichkeit des Einsatzen ist z. B. beim arbeiten mit Zapfwellen betriebenen Geräten. Beim Mulchen in hohem Gras oder an der Kreiselegge reicht halt die Leistung für einen schnelleren Gang nicht aus und der langsamere kostet Zeit. Dann nimmt man halt den gesplitteten größeren Gang.

Grüße

Alex