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Kalkstickstoff zur Rapsaussaat? Wo liegen die Kosten? - Druckversion

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Kalkstickstoff zur Rapsaussaat? Wo liegen die Kosten? - HUSTRAC - 23.08.2013

Hallo,

Habt ihr Erfahrungen mit Kalkstickstoff zur Rapsaussaat ?

Wieviel kostet z.Z. eine dt ? Wieviel kostet im Vergleich gerade KAS?

Grüße

Uli


RE: Kalkstickstoff zur Rapsaussaat - fritten - 23.08.2013

Hallo Uli,

hab da leider keinen Preis. Weshalb willst du Kalkstickstoff streuen? Schneckenbekämpfung?

Gruß Friedrich


RE: Kalkstickstoff zur Rapsaussaat? Wo liegen die Kosten? - HUSTRAC - 23.08.2013

Hallo Friedrich,
Ja, gegen Schnecken und zur Bodenhygiene
und natürlich auch um einen kräftigen Bestand ,in den Winter hinein, zu bilden.

Grüße
Uli


RE: Kalkstickstoff zur Rapsaussaat? Wo liegen die Kosten? - om352 - 23.08.2013

Moin!
Du kannst besser wenn es sein muss zweimal Mesurol streuen und 30kg N vie KAS als Kalkst.
Denn das kann viel aber nix richtig.Und noch dazu sauteuer.Du kannst es ja auf Teilflächen mal probieren aber da wirst du nicht mehr dreschen.

Georg


RE: Kalkstickstoff zur Rapsaussaat? Wo liegen die Kosten? - holgi63 - 24.08.2013

Hallo Uli,

die Preise für Kalkstickstoff hier im Internet zu erfragen, nützt Dir wenig, wenn in Deiner Region zu diesem Preis keiner verfügbar ist.
Frage drei oder vier Händler in Deiner Nähe und wähle den günstigsten aus.
Das Zeugs ist teuer, weil es auch keinen Herstellerwettbewerb gibt.

Eine großflächige Diskussion über Kalkstickstoff ist ebenso müßig, denn viele, die davon abraten, haben meist keine oder nur geringe Erfahrungen mit diesem in der Tat sehr teuren Produkt und zum anderen sind die Vorteile dieses besonderen Düngers nur schwer in Zahlen zu fassen.

Die Tatsache, dass er bis heute existiert, beweist, dass er nicht völlig nutzlos ist, die Tatsache, dass er heute kaum noch eine Marktbedeutung hat, ist größtenteils der zu kurz greifenden "Logik" des reinen Stickstoffpreisvergleiches geschuldet in Verbindung damit, dass dessen Ausbringung einiges an Kenntnis seiner Besonderheiten erfordert und nicht einfach so ausgebracht werden kann. Kalkstickstoff zum falschen Zeitpunkt ausgebracht, kann auch Schaden anrichten und ich erinnere mich an frühere Zeiten, in denen das auch regelmäßigen Anwendern passiert ist. Es sind also auch arbeitswirtschaftliche Gründe, die dessen Bedeutung klein gemacht haben und klein halten.

Wenn Du Kalkstickstoff nur nach dem Preis für Stickstoff beurteilen willst, dann lass es von vornherein sein, dafür ist er zu teuer.

Den Erfolg bzw. Mehrwert von Kalkstickstoff aufgrund seiner Eigenart, in der Zwischenphase Cyanamid zu bilden, kannst Du ebenfalls nur schwer fassen, denn auf Böden, in denen die Schad-Organismen, welche durch das Cyanamid bekämpft werden sollen, nur wenig vorhanden sind, braucht es kein Perlka.
Hast Du jedoch diese Probleme, kann Perlka durchaus Sinn machen - auch zu dem Preis, den er aktuell kostet. Zumal das Cyanamid nicht das einzige "Geheimnis" ist, das sich hinter diesem besonderen Dünger verbirgt, es gibt weitere Dinge, die Perlka kann.

Bis zur Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise war Perlka in unserem Betrieb so lange ich denken kann eine feste Größe und nicht nur vor Raps und ich bin auch der Überzeugung, dass dessen Anwendung seinerzeit wirtschaftlich sinnvoll war.
Man muss sich allerdings im Zuge gestiegener ökologischer Erkenntnisse und daraus erwachsener Verantwortung auch darüber in Klaren sein, dass das Cyanamid generell toxisch ist, nicht nur für die Schadorganismen, die man bekämpfen will.

FG
Holger

http://www.kalkstickstoff.de/de


RE: Kalkstickstoff zur Rapsaussaat? Wo liegen die Kosten? - Highlander - 27.08.2013

Hallo Uli,

ich kann mich Holgers Ausführungen nur anschließen. Wir haben Kalkstickstoff zum Raps jetzt im 2. Jahr angewendet und bisher gute Erfahrungen gemacht. Rein vom Preis je kg N ist der Dünger zu teuer (ca. 50 €/dt im BigBag). Da wir jedoch relativ viel Raps in der Fruchtfolge haben, bisher jedes 3. Jahr, wir gehen jetzt jedoch dazu über, nur noch jedes 4. Jahr Raps auf die Flächen zu bauen, ist die Wirkung des Kalkstickstoff im Bezug auf die typischen Fruchtfolgekrankheiten (Kolhernie, Sclerotinia) des Rapses nicht zu unterschätzen. Die Flächen, auf denen Kalkstickstoff gestreut wurde sehen im Herbst deutlich besser aus als die, bei denen die Stickstoffgabe zur Strohrotte mit KAS erfolgt. Allerdings sind keine deutlichen Mehrerträge zu erwarten, meiner Meinung nach fördert der Kalkstickstoff jedoch die Ertragssicherheit, außerdem wirkt er im Gegensatz zu KAS basisch, was bei niedrigen pH-Werten im Boden auch positiv zu bewerten ist.

MfG Claus